Generationenübergreifendes Wohnen im Quartier

Der Bauverein Breisgau eG wurde 1899 von 122 Männern und Frauen gegründet, um für sich selbst und ihre Mitmenschen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Nach wie vor ist das die Hauptaufgabe einer Wohnbau- und Wohnungsgenossenschaft.

Mit derzeit 2,2 Millionen Wohnungen, das sind 10 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland, leisten Wohnungsgenossenschaften einen erheblichen Beitrag zur Wohnraumversorgung.

Die Mieter einer Wohnungsgenossenschaft sind indirekt auch Eigentümer ihrer Wohnung, da sie ja Genossenschaftsanteile besitzen, durch Vertreterwahlen und Mitbestimmung kann jedes Genossenschaftsmitglied am Geschehen mitwirken, wir finden hier also eine demokratische Struktur vor.

Dadurch besteht in einer Genossenschaft bereits ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Der Bauverein Breisgau möchte dieses Zusammengehörigkeitsgefühl noch stärken, indem wir darauf hinarbeiten, dass in verschiedenen Quartieren ein Geflecht aus nachbarschaftlichen Aktivitäten entstehen kann. Wohnen ist nicht nur ein Dach über dem Kopf, Wohnen heißt auch Miteinander leben. Dieses Miteinander ist oft nicht ganz leicht, oft findet es gar nicht statt. Wir wollen versuchen, nachbarschaftliche Kontakte über Aktivitäten aller Art zu fördern. Z.B. Alt hilft jung, Jung hilft Alt.

Beginnen wollen wir diese innovative Aufgabe im neuen Quartier am Turmcafe in Zähringen. Der Bauverein Breisgau stellt dazu Gemeinschaftsräume zur Verfügung und hat am 1. Mai dieses Jahres einen Quartierskoordinator eingestellt.

Nach einer Einladung im letzten Jahr durch den Bauverein und eine daraus entstehende Zukunftswerkstatt wurden in Zusammenarbeit mit der Katholischen Fachhochschule bereits über 50 Menschen aktiviert, die alle Interesse daran haben, dieses Miteinander, das nachbarschaftliche Zusammenleben, innerhalb des neuen Quartiers sowie in den bestehenden Wohnungen des Bauvereins zu fördern. Mit Hilfe von Vernetzungen im gesamten Stadtteil soll aber übers Quartier und den Bauverein hinaus eine rege Kommunikation und ein Austausch mit den bestehenden sozialen Einrichtungen in Zähringen vorangetrieben werden.

Die neuen Gemeinschaftsräume werden im Oktober ihrer Bestimmung übergeben, die ersten Mieter werden um diese Zeit im neuen Quartier einziehen und wir wollen bereits jetzt Treffen organisieren, Wünsche und Ideen sammeln, Möglichkeiten der Mitarbeit auf ehrenamtlicher Basis aufzeigen.


Grundriss Gemeinschaftsräume

Erklärung:

  • Sozialbüro (Quartierskoordinator)
  • Küche
  • Raum A (auch Bibliothek)
  • Gruppenraum 32,5qm
  • Raum B und C jeweils 30qm. Durch Öffnen einer Falttüre auf 60qm vergrößerbar
  • In B und C sind Projektionsflächen und Beamer